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Legitimer Protest


Legitimer Protest

Plädoyer für einen kulturellen und akademischen Boykott Israels

von: Eyal Sivan, Armelle Laborie

Fr. 18.00

Verlag: Promedia, Wien
Format: EPUB
Veröffentl.: 15.03.2018
ISBN/EAN: 9783853718629
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 176

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

Im Juli 2005 startete die palästinensische Zivilgesellschaft einen Aufruf für den Boykott des israelischen Staates auf wirtschaftlicher, politischer und kultureller Ebene. Dieser Protest soll mithelfen, jahrzehntelange Forderungen der palästinensischen Bevölkerung durchzusetzen, nachdem unzählige Resolutionen der UNO gegen Israel wirkungslos geblieben waren. Es geht um ein Ende der Siedlungstätigkeit in den besetzten Gebieten, eine rechtliche Gleichstellung der arabisch-palästinensischen BürgerInnen Israels und das Recht auf Rückkehr für die vertriebenen PalästinenserInnen.
Auf der ganzen Welt haben sich Gewerkschaften, politische Organisationen und Prominente diesem Boykottaufruf angeschlossen. Eine besondere Rolle kommt dabei KünstlerInnen (wie dem Filmemacher Ken Loach, den MusikerInnen Sinéad O'Connor und Annie Lennox) oder Wissenschaftlern wie dem Physiker Stephen Hawking zu. Denn für den Staat Israel besteht ein wichtiges Exportgut neben Mandarinen, Waffen und Sicherheitstechnologien in der Beförderung seines Images, für "kreative Energie" auf allen Gebieten der Kultur zu stehen.
Diese kulturellen Aushängeschilder und der internationale Ruf, den israelische Hochschulen genießen, verdecken eine völlig andere Realität: die Verbindung zwischen diesen Universitäten und den militärischen Einrichtungen sowie die Rolle der Hochschulen in der Erforschung neuer Instrumente für den Kampf gegen die Palästinenser.
Eyal Sivan und Armelle Laborie berichten über den erfolgreichen Boykott israelischer Forschungs- und Kultur­einrichtungen durch immer mehr internationale WissenschaftlerInnen und KünstlerInnen. Sie setzen sich aber auch mit dem Gegenangriff der israelischen Seite auseinander, die mit ganzer Kraft den Versuch einer Delegitimierung und Kriminalisierung der Boykottbewegung betreibt. Dem inflationären Vorwurf des "Antisemitismus" halten die AutorInnen entgegen, dass sich der Protest gegen Israel als universaler Protest gegen Apartheid und Rassismus versteht.
Eyal Sivan, geboren 1964 in Haifa, ist ein israelischer Filme­macher und Regisseur. Zu seinen bekanntesten Werken zählen: "Route 181", "Fragmente einer Reise in Palästina/Israel" (in Zusammenarbeit mit Michel Kleifi, 2003); "Aus Liebe zum Volk" (in Zusammenarbeit mit Audrey Maurion, 2004) und "Common State, Potential Conversation" (2012).
Armelle Laborie ist langjährige Produzentin von Dokumentarfilmen und arbeitet in einer Kommunikationsagentur.

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