Impressum

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Erstausgabe September 2017

Copyright © 2017, dp DIGITAL PUBLISHERS GmbH

Made in Stuttgart with ♥

Alle Rechte vorbehalten

ISBN: 978-3-96087-234-4
Taschenbuch-ISBN: 978-3-96087-525-3

Covergestaltung und -illustration: Christin Peulecke
unter Verwendung eines Motives von
© Asier Romero/shutterstock.com
Illustrationen im Buch: Mats Federberg

Lektorat: Daniela Höhne

Das Werk darf – auch teilweise – nur mit Genehmigung des Verlages wiedergegeben werden.

Sämtliche Personen, ausgenommen der Familie Federberg, dieses Werks sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit real existierenden Personen außerhalb der Familie Federberg, ob lebend oder tot, wären rein zufällig. Die Ereignisse haben sich zum größeren Teil so zugetragen. Einiges ist aus Erzählungen von Freunden, einiges ist weitergesponnen und weniges erfunden.

Abhänig vom verwendeten Lesegerät kann es zu unterschiedlichen Darstellungen des vom Verlag freigegebenen Textes kommen.

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Über dieses E-Book

Mats Federberg gibt einen humorvollen Einblick in die Abgründe und Risiken des Elterndaseins aus der Perspektive eines Vaters. Umwerfend komisch, voller abgründiger Pointen und unerhörter Begebenheiten. Mit bissigem Humor und großer Verve rechnet er mit den Illusionen des Vaterdaseins ab – ebenso wie mit Erziehungsratgebern und allen anderen, die es stets besser wissen. Zugleich ist das Buch eine Liebeserklärung an die größte Herausforderung seines Lebens: seine Tochter.

Über den Autor

m.Federberg_ebookMats Federberg, geboren 1973 in Dresden, verfasste während seines Biologiestudiums journalistische Texte für die Sächsischen Zeitung. Während seiner anschließenden wissenschaftlichen Tätigkeit veröffentlichte er zahlreiche internationale Fachpublikationen auf dem Gebiet der Zellbiologie. Im Jahr 2012 ließ er sein seit Kindheit bestehendes Interesse für kreatives Schreiben aufleben und begann lyrische und belletristische Texte zu verfassen. Bereits ein Jahr später wurde er Preisträger des 1. Meerbuscher Literaturwettbewerbes. Es folgten humorvolle Lyrikbeiträge und Kurzgeschichten, v.a. im Chiliverlag. Seit 2015 ist er Autor bei der Berliner Literaturagentur „Wortunion“. Derzeit ist er Lehrer, Autor und Familienvater in Leipzig, wo er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern lebt.

Mehr zum Autor findest du unter

www.digitalpublishers.de/autoren/autor-mats-federberg/

www.facebook.com/Mats-Federberg

In eigener Sache …

Wie hat dir dieses E-Book gefallen? Hat es dich gut unterhalten?

War es spannend, hattest du manchmal ein klein wenig Gänsehaut? Hat es dich bewegt – zu Tränen gerührt oder zum Lachen gebracht? Was hat dir gefallen und was nicht? Vielleicht möchtest du uns, anderen Lesern und dem Autor mitteilen, wie es dir mit dieser Geschichte ergangen ist? Für den Autor sind deine Eindrücke eine Wertschätzung der vielen, vielen Stunden, die er mit Schreiben verbracht hat. Und sie sind eine Chance – denn nur mit dem Feedback von Lesern wie dir kann er sich weiterentwickeln. Und anderen Lesern hilfst du mit deiner Meinung dabei, auf Neues aufmerksam zu werden.

Wir freuen uns jetzt schon auf eine Rezension von dir in deinem bevorzugten Online-Shop. Vielen Dank für deine Mühe!

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„Erziehung ist wie eine Rose. Man weiß nie, wann und ob sie aufgeht. Man weiß nur, dass sie schmerzt.“

Mats Federberg

Mehr E-Books für Papas mit Humor

BI_160x256pxPommes! Porno! Popstar!
Thomas Kowa, Christian Purwien
ISBN 978-3-96087-231-3
Taschenbuch-ISBN 978-3-96087-515-4

Kein Hit, zwei Musiker, drei Probleme. Und Ibiza.

Millionen haben ihre Platten nicht gekauft, Hundertausende ihre Konzerte niemals besucht und jeden Abend übernachteten dutzende Groupies weit entfernt von ihrem Hotelzimmer. Kurz und gut: Sie sind die unerfolgreichste Band der Popgeschichte. Und nun müssen sie innerhalb von nur einer Woche ein Hitalbum schreiben, denn sonst werden sie von den Hells Angels exekutiert und von der Deutschen Bank gevierteilt.

Die beiden fliegen nach Ibiza, nehmen in Rekordzeit eine CD auf und steigen der Vorzimmerdame des erfolgreichsten CEOs der Musikindustrie hinterher. Denn sie wollen einen Termin bei deren Boss. Doch sie haben nicht mit schwerhörigen deutschen Touristen, der Plattenfirmenputzfrau und Gott höchstpersönlich gerechnet, die alle ein Wörtchen mitreden wollen, was denn nun ein Hit ist und was nicht.

Rezensionen

„Also wer mal so richtig lachen will liegt mit diesem Buch total richtig, ihr werdet nicht enttäuscht, das kann ich versprechen.“ (Lovelybooks)

„Beim Lesen des Buches habe ich mich weggeworfen – es ist so witzig, was die zwei Möchtegern-Songschreiber auf Ibiza erleben. Herrlich albern und schräg. (…) Ich habe schon lange nicht mehr so gelacht – PPP ist mein Sommerroman 2017! Und ich überlege ernsthaft, mir den Soundtrack dazu zuzulegen…“ (Amazon)

„Lachmuskeltraining für Lachmuskel-Massochisten. Alle Daumen hoch!“ (Lovelybooks)

Mehr Infos hier

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BI_160x256pxBrathering Interruptus
Mika Karhu
ISBN: 978-3-96087-155-2
Taschenbuch-ISBN: 978-3-83918-926-9

Über den alltäglichen Wahnsinn, Zwischenmenschliches, die Ungereimtheiten des Lebens und Brathering natürlich

3 Wochen Thailand mit Cocktails, Schirmchen, Strand und Meer – das war der Plan! Stattdessen verbringt Sebastian den Sommerurlaub in seinen uralten Lieblingsshorts auf der Terrasse. Er schimpft über den viel zu kleinen Pool, stört sich an der Bademode seiner geliebten Christina und wird beim Versuch, intim mit ihr zu werden auch noch von ihrem Bruder gestört, der sich für ein paar Tage bei den beiden einquartiert.

Aber schlimmer geht immer, denn nur einen Tag später steht Christinas kleine Schwester Anna vor der Tür. Sebastian kann sie nicht leiden und das beruht auf Gegenseitigkeit. Dennoch lässt er sie herein und im Laufe des Tages kommen sich die beiden näher, als moralisch akzeptabel ist. Damit ist sein ruhiges Leben vorbei und er stolpert, begleitet von wahnwitzigen Zufällen, kleinen und großen Tragödien und flankiert von den Ungereimtheiten des Lebens durch seinen Alltag.

Rezensionen

„Eine kurzweilige Geschichten über die Sorgen und Nöte eines Paares, das den alltäglichen Wahnsinn miteinander erlebt. Über die Höhen und Tiefen einer Liebesbeziehung und die vielen Versuchungen außerhalb der Partnerschaft. (…) Und um zu wissen, welche Rolle Bratheringe in dieser Geschichte spielen, würde ich euch den Roman ans Herz legen.“ (Lovelybooks)

„Selten so gelacht, mitreißende Beziehungskomödie mit allerhand Missgeschicken und Fettnäpfchen in die der Held des Buches reingestolpert. Lachgarantie! Bin sehr gespannt wie es weiter geht.“ (Amazon)

„Genialer Männer-Roman, einfach aus dem Leben geschrieben.“ (Amazon)

Mehr Infos hier

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NG_160x256pxNacktgebiete – Camping-Urlaub mal erotisch
Andreas Geist
ISBN: 978-3-96087-031-9
Taschenbuch-ISBN: 978-3-96087-511-6

„Wir hatten vorgestern zum letzten Mal Sex!“ Diese Äußerung hing wie eine giftige Seifenblase in der Luft und drohte durch mein Schweigen zu platzen und alles Leben im Umkreis von einem Kilometer zu vernichten, die Zimmerpflanzen eingeschlossen.

So kann es nicht weitergehen! Kurz entschlossen bucht Martina Gruber bei Gabi im Reisebüro einen Urlaub auf einem FKK-Campingplatz an der französischen Atlantikküste – ohne Wissen ihres Mannes Johannes, der komplett überrumpelt die Sache am liebsten abblasen würde. Dumm nur, dass Gabi stadtbekannterweise so verschwiegen ist wie eine Gießkanne wasserdicht. Es bleibt die Flucht nach vorne vor dem anstehenden Dorffest mit Tratschbörse, auf dem die Grubers mit ihrer Schmuddelbuchung mit tödlicher Sicherheit Thema Nummer eins sein werden.

Während Martina und Johannes anfängliche Schwierigkeiten überwinden, mit ihrer fünfjährigen Tochter die Vorzüge eines textilfreien Sommers am Meer genießen lernen und ihr sexarmes Eheleben mehr als nur reaktivieren, brauen sich über der Idylle dunkle Wolken zusammen: Claudia, die ausgesprochen prüde Mutter Martinas, die keine Ahnung hat, wo ihre Tochter und Enkelin die Ferien verbringen und ohnehin schon wenig von ihrem Schwiegersohn hält, kommt zu Besuch …

„Wer nackt ist, lernt die einzige Rolle zu spielen, die er wirklich beherrscht: Sich selbst.“

Rezensionen

„Der Autor schafft es gekonnt, einen Bogen zwischen feinsinniger Erotik, pointierter Situationskomik und philosophischem Tiefgang zu spannen. Ein absolutes Muss für den anstehenden Sommerurlaub!“ (Lectoreena)

„So bieten hier Erotik, Philosophie und Humor ein kurzweiliges und empfehlenswertes Lesevergnügen (…). Genau die richtige Sommerlektüre.“ (Lovelybooks)

„Besonders der amüsante und witzig geschriebene Schreibstil, der sich gut und einfach verständlich lesen lässt, hat mir sehr gut gefallen. Auch der Einstieg in die Geschichte, ist durch die kurze und informative Erklärung der einzelnen Personen sehr einfach und verständlich gewesen. Zwar habe ich mit einer Textilfreien Umgebung nicht viel am Hut, doch konnte ich mich mitreisen lassen, von dem Charme, der Herzlichkeit und dem Naturismus.“ (Lovelybooks)

„Also Textilos da draußen: Seid mutig und lest dieses Buch. Hier wird jeder etwas für sein weiteres Leben mitnehmen können!“ (Amazon)

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Hausmeister in den Wehen

Drei Tage später habe ich alles vorbereitet. Also vor allem mich. Eigentlich nur mich. Ich habe erst mal eine Ruhe-vor-dem-Sturm-Party gemacht. Ganz für mich allein. Pizzas, Bier, Schokolade und Filme. Und vor allem: nichts aufräumen! Es ist einfach herrlich. Ich glaube, das ist für alle Väter die schönste Zeit im Leben.

Das Telefon klingelt. Meine Frau ruft aus dem Krankenhaus an. Die Klinik bräuchte das Bett, das Baby wäre ja gesund und so können die beiden heute Nachmittag entlassen werden. Wie, heute? Heute ist doch erst mein Aufräumtag! Oha. Ganze vierundzwanzig Stunden früher, als geplant.

„Ist was?“, reißt mich meine Frau aus den Gedanken.

„Nein, alles super!“, versuche ich ruhig zu klingen.

„Hast du die Wärmelampe angebracht?“

Ein leichter Krampf umschließt meine Eingeweide.

„Natürlich, wo denkst du hin!“, antworte ich. „Du … ich muss jetzt, bis dann.“

Ich springe aus meiner Couchmulde, die mir für zwei Tage ein warmes und dankbares Heim geboten hat.

Mir bleiben drei Stunden für Wärmelampe, Aufräumen, Abwaschen und Einkaufen. Ich irre durch die Wohnung. Wo verdammt noch mal ist diese Lampe? Ich finde sie schließlich im Keller. Unter dem Babybettchen. Dem halb zusammengeschraubten Babybettchen. Mist, das gibt’s ja auch noch. Jetzt keine Panik bekommen! Also gut, das Bett werde ich auch noch schaffen. Ich schleppe alles mit meiner nach der Rollstuhlfahrer-Kollision unvergipsten Hand in die Wohnung.

Nach einer halben Stunde klaffen drei faustgroße Löcher in der Wand, in der eigentlich die Dübel der Wärmelampe ein sicher verankertes Heim finden sollten. Die Wand und ich haben uns scheinbar vorher nicht ausreichend bekannt gemacht. Bei näherer Betrachtung stellt sie sich als eine von Gipskarton vor. Gut, das habe ich natürlich nicht gewusst. Und ich habe sie ungebührend mit bürgerlich-gewöhnlichem Bohrbesteck begrüßt!

Ich verdeutliche der Wand, dass wir aus demselben Hause stammen und ich selbst teilweise aus Gips bin, wobei ich meinen verbundenen Ringfinger hochhalte. Doch es hilft nichts. Nach dem nächsten zerbröselten Loch gebe ich auf. Wer bitte denkt bei der Geburt eines Kindes an Gipskarton­dübel? Jetzt muss ich also auch noch in den Baumarkt. Oder halt! Wozu haben wir eigentlich einen Hausmeisterservice? Zumal ich gerade schwerstbeschädigt bin. Ich suche die Nummer raus.

Gott sei Dank ist er schon nach einer halben Stunde da. Allerdings auch etwas unheimlich. Als ob der Kerl den Auftrag gewittert hat. „Ullmann“, stellt er sich vor und ist dabei auch schon ein gutes Stück in die Wohnung vorgedrungen.

Er scheint meine Dringlichkeit gespürt zu haben.

„Was ist denn passiert?“, fragt er beim Anblick der ungewöhnlich arrangierten Nahrungsmittelreste.

„Ich bin Vater geworden“, schalle ich ihm stolz entgegen.

Doch Ullmann werkelt schon am Fenster herum.

„Nein, nein, die Fenster sind in Ordnung“, rufe ich.

„Entschuldigung, ich muss nur mal kurz durchlüften“, meint er.

Fünf Minuten später hängt die Wärmelampe über dem Wickeltisch. Einschließlich zugegipster Löcher. Gut, er macht das ja beruflich, versuche ich mich aufzubauen.

Sein Besuch dauert trotzdem fast eine Stunde. Er ist einer jener Menschen, bei denen man nur eine Silbe mit den Lippen andeuten muss, und der daraufhin selbstlos die komplette Last der Konversation übernimmt. Diesen Menschen ist zu danken, denn sie schultern generös das gesamte Gespräch, einschließlich der Fragen an sich selbst, die sie dann auch gleich noch beantworten.

Die Zeit drängt, in einer Stunde muss ich spätestens im Krankenhaus sein! Ich könnte platzen. Ich weiß nicht, wo ich zuerst anfangen soll. Doch Ullmann erzählt ausschmückend von der Geburt seines Sohnes. Ich versuche ihn zu unterbrechen, doch sein Blick macht deutlich: Jetzt rede ich! Und ich akzeptiere nur andächtiges Zuhören. Nach schier endlosen Minuten ist endlich die Nabelschnur durchgeschnit­­ten. Doch zu früh gefreut. Er geht nahtlos zur Schilderung einer weiteren Geburt über. Ich habe keine Ahnung, wie viele Kinder noch folgen. Da er es sich inzwischen ungefragt in meinem Sitzsack bequem gemacht hat, muss ich das Schlimmste befürchten.

Zwischen seinen einzelnen Monologblöcken versuche ich ein vernehmbares „Hhm“ oder „Aha“ unterzubekommen. Da er mit dem Rücken zur Tür sitzt, kann ich mich schließlich unbemerkt rausschleichen. Gott sei Dank! Nun kann ich in Windeseile wenigstens noch grob die restliche Wohnung aufräumen. Ich stürme mit einer Mülltüte durch die Zimmer. Plötzlich erstarre ich. Ich vernehme plärrendes Babygeschrei.

Verdammt, meine Frau und das Kind stehen schon vor der Tür! Ich bin zu spät! Doch halt, das Geräusch kommt aus dem Kinderzimmer. Von Ullmann, dem hinterhältigen Imitationskünstler. Er hat gerade die Perspektive gewechselt und ist in die Rolle eines seiner Neugeborenen geschlüpft. Wird man als Vater automatisch verrückt? Dann ist es plötzlich ganz still. Mein Schweiß rinnt: Jetzt wird er herausgestürmt kommen. Doch seine Erzählstimme erhebt sich erneut. Es scheint eine weitere Geburt zu folgen.

Schnell schiebe ich das Babybett ins Schlafzimmer. Zumindest die meisten Teile. Ich hoffe, das hält so.

Ich versuche, mich zu sammeln. Wo war noch mal die Babyschale fürs Auto? Mist, ausgerechnet im Kinderzimmer bei Ullmann! Als ich mich reinschleiche, kniet der Hausmeister gerade auf einem Kissen, schleudert seinen grauen Zopf hin und her und führt mit dem ganzen Körper seltsame Schraubbewegungen durch, als ob er zwei große Kanalrohre voneinander trennen will. Ich bekomme mit, dass es sich diesmal um die Schilderung einer Zwillingsgeburt handelt.

Seine Gesichtsmuskeln liegen in den Wehen. Seine Zunge hat sich schon ein ganzes Stück herausgeschoben. Viel scheint nicht mehr zu fehlen, dann ist sie endlich raus. Und wieder schraubt er mit zitternden Armen in der Luft. Ich verkneife es mir zu fragen, wie es speziell diesen Kindern heute geht. Ich will das Monologfeuer nicht weiter anheizen, ich muss endlich los!

Ich simuliere einen dringenden Anruf aus dem Krankenhaus. Mühsam bekomme ich Ullmann aus der Tür.

„Wir können uns ja das nächste Mal weiter unterhalten“, meint er. Als er weg ist, atme ich durch. Ich erwische mich dabei, dass es eher wie ein Hecheln klingt.

Am Abend liegt nun mein Töchterlein, dieses winzige Häufchen Niedlichkeit und Friedlichkeit, zum ersten Mal bei uns zu Hause in ihrem Bettchen. Meine Knie sind von der Konsistenz warmer Butter. Doch zum Glück habe ich meine Frau, die mich stützen kann.

Die Friedlichkeit und Ruhe währt bis zur Dunkelheit. Dann erwacht das Wesen zum Leben – und der erste Schrei währt bis zum Morgengrauen.

Gott sei Dank muss ich früh ins Büro.

1. Supermans Countdown

Tag der Geburt – nachgeburtliche Vaterschmerzen

Ein Mädchen! Ein gesundes, süßes Mädchen!
Einundfünfzig Zentimeter pures, zartrosanes, schlummerndes, herrlich riechendes Glück!
Getragen von einer Glückswelle schwebe ich mit meinem Fahrrad von der Geburtsklinik nach Hause. Die Stadt verschwimmt zu einem leuchtenden Aquarell.

Von rechts nehme ich zwar einen Schatten wahr, aber er dringt nicht in mein Bewusstsein.

Ich spüre nichts als den kühlen Fahrtwind. Ich fliege. Ich bin Papa! Ich bin Superman!!!

In diesem Moment kracht es und ich werde ruckartig aus dem Sattel geschleudert.

Scheiße, ich bin nicht Superman, denke ich noch, dann schlage ich auf.

Als ich versuche, meinen Körper vom Asphalt zu lösen, nehme ich langsam wieder Geräusche wahr.

„Hey, Haaallo!“, ruft eine Männerstimme.

Jemand fuhrwerkt mit seiner Hand in meinem Gesicht herum. Plötzlich kneift er mir heftig in die Nase. Ist der bescheuert?