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Franz Hessel

Marlene Dietrich

Ein Porträt

Franz Hessel

Marlene Dietrich

Ein Porträt

Überarbeitung und Korrekturen: Null Papier Verlag
Herausgeber: Jürgen Schulze
Published by Null Papier Verlag, Deutschland
Copyright © 2018 by Null Papier Verlag
1. Auflage, ISBN 978-3-962814-10-6

null-papier.de/598

Das hier veröffentlichte Werk ist eine kommentierte, überarbeitete und digitalisierte Fassung und unterliegt somit dem Urheberrecht. Verstöße werden juristisch verfolgt. Eine Veröffentlichung, Vervielfältigung oder sonstige Verwertung ohne Genehmigung des Verlages ist ausdrücklich untersagt.

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Inhaltsverzeichnis

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Eine jun­ge Deut­sche, ein Ber­li­ner Kind, ist der Film-Stern von Hol­ly­wood und New York ge­wor­den. Flug­zeu­ge mit ih­rem Na­men in Rie­sen­let­tern über­flie­gen die Köp­fe in U.S.A. In Schlag­zei­len und lan­gen Spal­ten ver­kün­den die ame­ri­ka­ni­schen Zei­tun­gen, was ir­gend von den Tri­um­phen die­ser Frau zu be­rich­ten, was von ih­rem Pri­vat­le­ben, ih­ren Mei­nun­gen und Er­leb­nis­sen zu er­fra­gen ist. In Pa­ris wird der Film, der in Eu­ro­pa ih­ren Ruhm be­grün­det hat – in Ame­ri­ka be­grün­de­te ihn Marok­ko – mit deut­schem Text vor­ge­führt. Und die Fran­zo­sen, die sonst aus­län­di­schem Künst­ler­tum ge­gen­über bei al­ler Aner­ken­nung eine ge­wis­se ih­nen na­tür­li­che Zu­rück­hal­tung be­wah­ren und an sei­nen Leis­tun­gen gern be­to­nen, was spe­zi­ell und fremd­ar­tig ist und sie vom Fran­zö­si­schen un­ter­schei­det, be­wun­dern und prei­sen an die­ser Frau die Frau schlecht­hin, das Weib, das in zeit­ge­nös­si­scher Form sein Ur­we­sen of­fen­bart.

Die­sem plötz­li­chen, in sei­ner Art ein­zi­gen Ruhm in der wei­ten Welt ent­spricht die hei­mi­sche Wir­kung: In der kleins­ten deut­schen Pro­vinz­stadt spie­len die Gram­mo­pho­ne im­mer wie­der das Lied von der, die »von Kopf bis Fuß auf Lie­be ein­ge­stellt« ist, und so­wohl sitt­sa­me wie leicht­fer­ti­ge Frau­en fin­den in Wort und Klang die­ses Lie­des ihr ei­gent­li­ches We­sen wie­der.

Bei an­de­ren Stars des Thea­ters, Films oder Ka­ba­retts lässt sich meist leicht ein be­son­de­rer Cha­rak­ter­zug ih­rer Schön­heit und Kunst her­vor­he­ben, und sie sind oft ge­ra­de mit dem Bes­ten, was sie ge­ben, »nicht je­der­manns Ge­schmack«. Es ist schwer und be­denk­lich, bei Mar­le­ne Diet­rich das ein­zel­ne zu be­to­nen. Und sie ist in groß­ar­ti­ger Wei­se Ge­mein­gut ge­wor­den. Ich habe die Ge­sich­ter ih­rer Zuschau­er und Zu­hö­rer am Kur­fürs­ten­damm und in ei­nem »Floh­ki­no« der Vor­stadt Te­gel be­ob­ach­tet und in den Mie­nen der ver­schie­dens­ten Men­schen und Be­rufs­ar­ten das­sel­be Ent­zücken ent­deckt. Die Wir­kung der Künst­le­rin ge­mahnt an die der Zau­ber­pup­pe des per­si­schen Mär­chens, an der Zim­me­rer, Schnei­der, Ma­ler, Brah­ma­ne und noch et­li­che Hand­werks­meis­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­­