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Wie Katzen TICKEN

 

 

Gefühle und Gedanken unserer Stubentiger

 

 

von Marlitt Wendt

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Copyright © 2010 by Cadmos Verlag, Schwarzenbek

Gestaltung und Satz der Originalausgabe: jb:design – Johanna Böhm, Möhnsen

Titelfoto: Animals digital/Thomas Brodmann

Innenfotos ohne Fotonachweis: Animals digital/Thomas Brodmann

Lektorat: Anneke Bosse

E-Book: Satzweiss.com Print Web Software GmbH

 

Deutsche Nationalbibliothek – CIP-Einheitsaufnahme

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.

 

Alle Rechte vorbehalten.

 

Abdruck oder Speicherung in elektronischen Medien nur nach vorheriger schriftlicher Genehmigung durch den Verlag.

 

ISBN 978-3-8404-4003-8

 

eISBN 978-3-84046-023-4

 

www.cadmos.de

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Einblicke in die KATZENSEELE

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Zur imposanten Verwandtschaft unserer häuslichen Samtpfoten gehören neben den heute noch existierenden Großkatzen wie Löwe und Puma auch die längst ausgestorbenen Säbelzahntiger, die das Gewicht eines japanischen Kleinwagens besaßen. Und obwohl unsere Stubentiger allein schon wegen ihrer Körpergröße wesentlich handzahmer sind, so stehen sie als Vertreter der Kleinkatzen doch mit ihrem unerschütterlichen Selbstbewusstsein ihren großen Verwandten in nichts nach. Möglicherweise ist es diese innere Größe, die wir so sehr an unseren Katzen bewundern, ihr Mut, der gepaart mit einer unvergleichlichen Sensibilität und Liebesbereitschaft den einzigartigen Charakter dieser wundervollen Geschöpfe ausmacht. Katzen sind so sehr im Reinen mit sich und ihrem Lebensstil, dass man nicht umhinkommt, schweigend zu beobachten und die Tiere in ihrer Grazie zu bewundern. Dabei verstehen wir immer noch viel zu wenig von dem, was in ihrem Inneren vor sich geht.

Das Gehirn unserer Hauskatze gleicht auf den ersten Blick dem unsrigen, nur dass es ein wenig kleiner geraten ist. Sicher sind wir der Katze intellektuell überlegen, aber es gibt dennoch eine ganze Reihe Parallelen zwischen unserem und ihrem Verstand, die es zu entdecken gilt. Katzen leben ebenso wie Menschen in einer Gefühls- und in einer Verstandeswelt, sie können tiefe Empfindungen erleben, Erinnerungen speichern, neue Sachverhalte lernen und auf ihre ganz eigene kätzische Art und Weise logisch denken. Ihr Wesen und ihr Verstand sind dem Menschen nicht prinzipiell untergeordnet, sie sind vor allem durch ihre einzigartige Sinnesleistung und Gehirnstruktur anders als die des Menschen.

Ich möchte in diesem Buch den Versuch starten, gemeinsam mit Ihnen der Persönlichkeit der Katze auf die Spur zu kommen. Dazu werden wir neben der Analyse der von außen sichtbaren Verhaltensweisen auch einen Ausflug in die Katzenpsyche unternehmen, um zu verstehen, wie ihre Sinne und ihr Gehirn funktionieren, und um so ein wenig mehr dem Geheimnis auf die Spur zu kommen, wie Katzen fühlen und denken.