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Arbeitnehmerüberlassung und Betriebsübergang im Entleiherbetrieb


Arbeitnehmerüberlassung und Betriebsübergang im Entleiherbetrieb

Die Rechtssache Albron-Catering und ihre Auswirkungen auf deutsches Arbeitsrecht
1. Auflage

von: André Fischels

Fr. 19.00

Verlag: Grin Verlag
Format: PDF
Veröffentl.: 20.03.2019
ISBN/EAN: 9783668903258
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 49

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Beschreibungen

Masterarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Jura - Zivilrecht / Arbeitsrecht, Note: 1,0, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (JurGrad GmbH), Veranstaltung: LL.M. Arbeitsrecht, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit widmet sich zunächst der genauen Analyse des Urteils und versucht sodann unter Rekurs auf relevante Fragestellungen des Europarechts, die Folgen für das deutsche Arbeitsrecht abzustecken. Dabei werden wir freilich die aktuelle Rechtslage – insbesondere die jüngste AÜG-Reform – im Blick haben und allenfalls zum besseren Verständnis oder im Rahmen von Folgefragen auf frühere Stadien Bezug nehmen.

Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, werden wir allenfalls kursorisch auf die Voraussetzungen des Betriebsübergangs eingehen. Wir werden regelmäßig voraussetzen, dass ein Betriebsübergang im Entleiherbetrieb vorliegt, und lediglich dessen Folgen genauer untersuchen. Weiterhin muss das Feld der Matrixstrukturen ausgespart werden.

Das Unionsrecht ist in der heutigen Zeit aus einer sinnvollen Betrachtung mitgliedstaatlicher Arbeitsrechtsordnungen längst nicht mehr wegzudenken. Bereits auf der Ebene des unionsrechtlichen Primärrechts geben etwa die Arbeitnehmerfreizügigkeit des Art. 45 AEUV sowie das Diskriminierungsverbot des Art. 157 AEUV bedeutsame Impulse.

Darüber hinaus dienen zahlreiche arbeitsrechtliche Gesetze und Einzelvorschriften der Umsetzung von Richtlinien der EU. Sofern diese Richtlinien nicht ausdrücklich auf die Begrifflichkeiten der mitgliedstaatlichen Rechtsordnungen verweisen, sind die umsetzenden Vorschriften unionsautonom auszulegen. Maßgebend sind dann nicht mehr die einzelstaatlichen Rechtsbegriffe, sondern ihre unionsrechtlichen Pendants.

Ein prominentes unter zahlreichen Beispielen für eine Divergenz zwischen unionsrechtlichen und nationalrechtlichen Begrifflichkeiten etablierte etwa die Danosa-Entscheidung des EuGH: Der Gerichtshof stellte hier fest, dass eine Fremdgeschäftsführerin einer lettischen Aktiengesellschaft als Arbeitnehmerin im Sinne der RL 92/85/EWG (Mutterschutzrichtlinie) und folgerichtig auch im Sinne des umsetzenden lettischen Gesetzesrechts zu qualifizieren sei. Es versteht sich, dass dieses Ergebnis auch für die Auslegung des deutschen MuSchG relevant ist, das ebenfalls die Mutterschutzrichtlinie umsetzt.

Speziell zur Arbeitnehmereigenschaft ergingen in der Folgezeit weitere Entscheidungen, die Nicht-Arbeitnehmer im Sinne der nationalrechtlichen Vorschriften als Arbeitnehmer im Sinne des unionsrechtlichen Arbeitnehmerbegriffs einordneten.

Masterarbeit aus dem Jahr 2017 im Fachbereich Jura - Zivilrecht / Arbeitsrecht, Note: 1,0, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (JurGrad GmbH), Veranstaltung: LL.M. Arbeitsrecht, Sprache: Deutsch, Abstract: Diese Arbeit widmet sich zunächst der genauen Analyse des Urteils und versucht sodann unter Rekurs auf relevante Fragestellungen des ...

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