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Inhaltsverzeichnis
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Vorwort
Wir leben in einer besonderen und aufregenden Zeit eines facettenreichen Umbruchs auf dem Planeten Erde und in der Galaxie – was auch ein Privileg ist, das nur wenigen Generationen von Menschen zuteilwird. Neben meiner langjährigen Tätigkeit als Beamter und Geschäftsmann in Asien und Europa hat mein Interesse schon immer dem Heilen von Menschen, Tieren, Pflanzen und anderen Lebewesen gegolten. Als in meinem Familienkreis vor vielen Jahrzehnten mehrere Krebserkrankungen auftraten, war das für mich wie ein Weckruf, um mich noch eingehender in das Thema Gesundheit und Heilung zu vertiefen und die stressige Geschäftswelt hinter mir zu lassen. Jeder Mensch auf der Welt hat das Recht auf Gesundheit und eine gute bezahlbare medizinische Versorgung – ein Ziel, das die 1962 von der WHO/UNO gegründete Medicina Alternativa Academy mit ihrem aktuellen Sitz auf Sri Lanka, bei der ich seit vielen Jahren unentgeltlich als Professor der Akupunktur und Naturheilkunde wirke, in ihren Statuten verankert hat. In diesem Land wird die Praxis der Naturheilkunde auch staatlich unterstützt.
Gesundheit bezieht sich aber nicht nur auf Körper, Geist und Seele eines Menschen, sondern ebenfalls auf seine Umwelt, mit der er in ständiger Wechselwirkung steht. Das ist auch das Anliegen des Fengshui: Der Mensch sollte einen Ort finden, der mit ihm harmoniert und an dem er wachsen und gedeihen kann. Dieses grundlegende Harmonieprinzip des Fengshui gilt selbst für die Verstorbenen, die nach ihrer Bestattung durch ihre Knochen weiterhin eine starke energetische Verbindung zu ihren Nachfahren aufrechterhalten und damit deren Schicksal beeinflussen können. Aus diesem Grund wird in Asien auch besonderer Wert auf das positive Fengshui von Wohnhaus, Arbeitsplatz und Familiengrab gelegt.
Mein erster Lehrer auf diesem Gebiet war mein Vater, der mich später in den 50er- und 60er-Jahren mit weiteren sehr weisen und spirituellen Lehrern bekannt machte, die mich im Bereich Fengshui, Kampfkunst, Qigong, Akupunktur und Heilung unterwiesen. Zusätzlich gewährte mir mein Business-Studium in England zahlreiche Einblicke in die westliche Lebensphilosophie. Ich habe mit meiner Familie auch viele Jahre in Neuseeland und Australien gelebt und hier das westliche Geomantiewissen studiert. Dort habe ich nicht nur als Fengshui-Berater und -Meister gearbeitet, sondern auch begonnen, meine eigene Art der geomantischen Tao-Erdheilung und Umweltharmonisierung zu entwickeln.
Geblieben ist mir auch die Weisheit der Urbevölkerung und der alten Urwälder Borneos, wo ich aufgewachsen bin und gelernt habe, mich nicht nur in Dörfern und Städten, sondern auch in der Wildnis intelligent zurechtzufinden und eine intensive Nähe zur Natur zu entwickeln. Dies war eine Zeit, in der meine medialen Fähigkeiten besonders gefördert und gefestigt wurden und von der ich heute noch profitiere, denn dieses grundlegende Wissen vom Umgang mit dem puren Leben und den spirituellen Ebenen kann immer und überall angewendet werden, um die Menschheit ganzheitlich zu unterstützen und den Weltfrieden zu fördern.
Es ist mir ein tiefes Herzensanliegen, als Qi-Mag-Fengshui-Großmeister und Gesundheitsberater die Menschen, alle anderen Lebewesen sowie das Land und die Erde zu unterstützen und zu heilen, damit deren Vitalenergie gestärkt wird und sie eine harmonischere Existenz genießen können. Dies ist auch die Botschaft meiner Frau Julie Lim, die in ihrer Arbeit als Taijiquan (Taichi)- und Tao-Kalligrafie- und Talisman-Meisterin ihren persönlichen Ausdruck findet.
Wie Sie erkennen können, ist unser Wirkungsbereich sehr weitreichend – es geht hier nicht nur um das selbstzentrierte Gesundheitsbedürfnis des Menschen, sondern auch um die Gesundheit und Harmonie von dem Land sowie der Erde mit allen ihren Lebewesen. In unserem Buch Das Tao der neuen Zeit möchten wir Ihnen, liebe Leser, einen Einblick in diese vielfältigen Aktivitäten gewähren, die auch über unsere Spezialgebiete Fengshui, Taijiquan und Kalligrafie hinausgehen. Wir möchten Sie dazu inspirieren und aktivieren, Ihren eigenen Bereich zu finden, in dem Sie sich persönlich für etwas engagieren möchten, das größer ist als Sie selbst und damit dem Allgemeinwohl und den zukünftigen Generationen auf diesem Planeten dient.
Möge das Höchste Tao-Bewusstsein Sie segnen und mit aller Kraft auf Ihrer Erdenreise unterstützen!
Mit den herzlichsten Wünschen für Liebe, Freude, Gesundheit, Erfolg und Wohlstand,
 
Großmeister Jes T.Y. Lim und Meisterin Julie Lim

Einleitung
Die Essenz dieses Buches liegt im heilenden Bewusstsein des Tao, das wir in dieser Form mit unseren Schülern, Freunden und Bürgern in aller Welt teilen möchten. Das Buch repräsentiert unsere lebenslange Forschungsarbeit zu den Lebensfragen des Alltags, auf die wir hier Antwort geben, um zur Heilung von Mensch, Natur und Erde beizutragen. Unsere Antworten haben vielen Menschen zu Inspiration, Erleichterung und innerem Frieden und vielleicht auch zu einem frischen, humorvollen Blick auf das Leben verholfen.
Wir haben uns sehr darum bemüht, die hier dargestellten Fakten und Sichtweisen über viele Jahre hinweg immer wieder zu prüfen. Als moderne Taoisten wenden wir zahlreiche Techniken aus Ost und West an und entdecken stets neue Aspekte des Lebens. Zu manchen Themen gibt es immer noch keine wissenschaftlichen Nachweise, obwohl hier in neuerer Zeit sicherlich eine Annäherung zwischen moderner Wissenschaft und den esoterischen Wissenschaften des Lebens stattfindet, die sich aus der Naturbeobachtung, Spürigkeit – eine Sensibilität für nicht sichtbare Energien – und Intuition der alten Meister heraus entwickelt haben. Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bevor es für viele esoterische Themen auch die entsprechenden wissenschaftlichen Beweise gibt.
Grundsätzlich betrachten die Taoisten die Erde als einen Planeten der Fülle, der harmonische Frequenzen mit heilender und ausgleichender Wirkung aussendet, so wie wir es in der Natur um uns herum beobachten können. Diese ursprüngliche Fülle kann mit dem Bild von Bäumen verglichen werden, die ihren Früchtereichtum ohne Vorbehalte an alle Lebewesen verteilen. Um dieses Bild weiterzutragen, sollten wir alle zusammenarbeiten und die Menschheit, die Natur und unsere Umwelt schützen und Wohltätigkeitsorganisationen unterstützen, die dafür sorgen, dass es eine bessere Gesundheitsvorsorge und mehr Naturheilverfahren gibt und gleichzeitig weniger Armut, Leid und Analphabetentum, damit unsere Kinder und Kindeskinder eine friedvolle Welt erleben können, in der miteinander geteilt wird.
Da wir bei unseren in diesem Buch dargestellten Sichtweisen keinen Anspruch auf Perfektion erheben, schätzen wir auch die Rückmeldungen unserer werten Leser – zum Wohle von Mensch und Natur.

KAPITEL 1
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Der Ursprung des Bewusstseins auf der Erde
Der Mensch folgt der Erde.
Die Erde folgt dem Himmel.
Der Himmel folgt dem Tao.
Das Tao folgt sich selbst.
LAOZI

Die grundlegenden Pfeiler der taoistischen Philosophie

Der Taoismus ist keine Religion, sondern eine Philosophie des idealen Alltagslebens, die sich entwickelt hat, seit menschliches Bewusstsein auf diesem Planeten existiert. Es geht darum, die Natur zu beobachten und mit dem Leben in Resonanz zu treten, wobei der Mensch gleichzeitig seinem persönlichen Entwicklungsweg gemäß des eigenen Potenzials folgt. Man könnte den Taoismus auch als Wissenschaft des Lebens bezeichnen. Die wichtigste Schriftensammlung der Taoisten, der Taoistische Kanon oder Daozang, umfasst eine Vielzahl von Bänden sowie zahllose Kommentare und behandelt verschiedenste Aspekte des menschlichen Lebens, sei es Ernährung, Akupunktur, Astrologie, die Wechselwirkung von Mensch und Landschaft (Fengshui) oder das Gesichtslesen, bei dem das Schicksal einer Person auf der Ebene des Körpers exakt kartografiert wird. Nachfolgend finden Sie einen Überblick über die Disziplinen, die bei den Taoisten seit je Bestandteil der philosophischen Ausbildung waren. Unser Buch bezieht viele Facetten dieser Disziplinen mit ein und möchte unsere persönlichen Erfahrungen auf diesen Gebieten vermitteln.
Die taoistischen Disziplinen
1. Der Berg (Der Hintergrund oder die Basis für die Bemühungen)
Ernährung – Speisen mit therapeutischer Wirkung
Meditation – Qi, Sonne, Mond und das Tao-Universum
Studium – Ansammlung von Wissen und Weisheit
Kung Fu – Übungen, Gesundheit und Schutz für den Körper
Mandalas – Das Schreiben von Symbolen und Fu-Talismanen
2. Die Heilung (Vorsorge ist besser als Krankheitsbehandlung)
Kräuterheilkunde – Kräuter und Homöopathie
Akupunktur – Auflösen von energetischen Blockaden im Körper
Tuina – Massage und Chiropraktik
Qigong und Qi – Energieheilung für Körper, Geist und Seele
3. Die Astrologie (Die Tradition des Horoskops)
Horoskop – die Einwirkung der Planetenkräfte auf Mensch und Natur
Gesichts-, Hand- und Körperlesen – Interpretation von Körper und Vitalkraft
Das spirituelle Geburtsgewicht – Wohlstands-Kalkulationen
4. Das Energiebewusstsein (Yin- und Yang-Energie und harmonisches Gleichgewicht)
Fengshui – die Harmonie des Standortes (Wohnort, Arbeitsplatz und Grabstätte)
Kalligrafie und Fu-Talismane – Harmoniewerkzeuge zur
Manifestation von Wünschen oder Bitten
Namensgebung – Interpretation der Schwingungen und
Elemente der Person
5. Vorhersagen und Wahrsagen (der spirituelle Aspekt des
Lebens und die Geheimnisse des Kosmos)
Werkzeuge und Methoden:
I-Ging, Trigramme und das magische Zahlenquadrat (Lo Shu)
Der chinesische Kompass (Lo Pan)
Kosmische Berechnungen, Wahrsagestäbchen und -münzen
Gute Kenntnisse der oben beschriebenen fünf taoistischen Disziplinen können das Leben eines Individuums, der Familie und der Bürger eines Landes verändern. Im alten wie auch im modernen China haben Kaiser und Regierungsoberhäupter häufig den Rat eines weisen taoistischen Meisters eingeholt. Dieser lebte oft zurückgezogen hoch in den Bergen und war in der Lage, die Geschehnisse zu interpretieren und geeignete Ratschläge bei größeren Staatsangelegenheiten geben.
Bevor wir bei einigen der oben beschriebenen Disziplinen des Taoistischen Kanons weiter ins Detail gehen, möchten wir im nachfolgenden Abschnitt die Entstehung des Bewusstseins der Lebewesen und der Kräfte von Yin und Yang aus unserer Sicht beschreiben.

Der Ursprung des Bewusstseins auf der Erde

Nachdem der Planet Erde durch eine galaktische Explosion vor 4.653 Millionen Jahren entstanden war, durchlief er eine Phase der langsamen Abkühlung. Dabei begann sich Wasserdampf in Vertiefungen und natürlichen Becken auf der Erdoberfläche zu sammeln. Mithilfe der Biophotonenkraft der Sonnenstrahlen, die auf dieses Wasser einwirkten, begannen sich Millionen von Zellorganismen und die ersten rudimentären Pflanzen zu entwickeln. Damit entstand auf der Erde das erste im Wasser existierende Bewusstsein des Lebens.
Diese ersten Lebewesen begannen, sich durch das universelle Tao-Füllebewusstsein immer weiter zu vermehren. Durch die einwirkenden Kräfte des vor 4,67 Milliarden Jahren entstandenen »Tao-Taizugong-Planeten«, der auch »kalter Kristallplanet« genannt wird und das Göttliche repräsentiert, bildete sich durch die Entwicklung der natürlichen Formationen auf der Erde das »höchste irdische Tao-Harmoniebewusstsein«. Des Weiteren formten sich die Sonne und der Mond. Dieses höchste Tao-Harmoniebewusstsein kontrolliert bis heute die Lebenszyklen sämtlicher Erscheinungsformen auf der Erde, seien es Menschen, Tiere, Pflanzen oder scheinbar leblose Stoffe und Substanzen. Alles befindet sich in einem Zyklus, der Leben und Tod unterworfen ist, damit keine einzelne Spezies ausschließlich wachsen, sich zu stark ausbreiten und andere um sich herum dominieren kann.
Dieses höchste Tao-Harmoniebewusstsein ist fest im Tao-Taizugong-Planeten verankert, dem Träger des göttlichen Bewusstseins. Man kann sich diesen Seelenplaneten wie eine kosmische Festplatte oder einen Computer vorstellen, auf dem sämtliche Abläufe der Milchstraße und unserer Galaxie abgespeichert sind. Hier sind auch alle Reinkarnationen und Wiedergeburtsinformationen seit dem Anbeginn des Lebens abgelegt. Der Tao-Taizugong-Planet ist einige hundert Male größer als die Sonne, jedoch heutzutage weder für das menschliche Auge sichtbar noch mit modernen Instrumenten messbar. Die für die Taoisten bedeutenden Gestirne wie die Neun Planeten, das Sternbild des Großen Wagens, der Polarstern sowie die Erde und weitere zahllose Himmelskörper bewegen sich unterhalb des Tao-Taizugong-Planeten in vollkommener Harmonie und Balance. Die magnetische Kraft dieses Planeten bewirkt, dass sämtliche Aktivitäten und Interaktionen des Lebens auf der Erde sowie die Wetterabläufe in spiral- und wirbelförmigen Bewegungen ablaufen.
Das ist auch der Grund, weshalb von Menschen erzeugte schnurgerade Bewegungen oder künstliche Explosionen im Laufe der Zeit von der höchsten harmonischen Quantenkraft des Tao-Harmoniebewusstseins immer wieder ausgeglichen wurden. Innerhalb dieses größeren Rahmenbewusstseins kann jedes Lebewesen selbstständig und gemäß seines eigenen Potenzials auf Natur- und Umweltbedingungen reagieren und damit das Überleben seiner eigenen Spezies sichern.
Diese übergeordnete kontrollierende Harmoniekraft setzt sich aus zwei universellen Energien zusammen – Yin und Yang. Man kann diese Polaritäten auch als eine linksdrehende und eine rechtsdrehende Energie beschreiben, die auf die Erde wie auch auf die Gestirne einwirken. Über diese Kräfte manifestieren sich sämtliche Erscheinungsformen auf der Erde, die sich in ihrer individuellen Geschwindigkeit bewegen und entwickeln. Die alten Taoisten haben diese beiden grundlegenden Naturkräfte erkannt und nutzen dieses Wissen im Alltagsleben. Gerät eine dieser beiden Energien aus dem Gleichgewicht, dann setzt die andere Energie zu deren Regulierung ein. Wenn beispielsweise ein heftiger Sturm wütet, kann dies nicht von Dauer sein. Die starken linksdrehenden, aktiven Energien des Sturmes erschöpfen sich nach einiger Zeit, während die rechtsdrehenden, ruhigeren Energien wieder zunehmen und die Stille nach dem Sturm entstehen lassen.
Die taoistischen Meister begannen, dieses Kräftebewusstsein von Yin und Yang im großen kreisförmigen Taiji-Symbol darzustellen. Beide Energien sind ständig in Bewegung und lassen in ihren Endphasen immer wieder ein harmonisches Gleichgewicht entstehen. Bedingt durch die Interaktion und einen Überschuss von jeweils Yin oder Yang können Stürme, Krankheiten oder sogar Kriege entstehen. Haben diese ihren Höhepunkt erreicht, tritt Stille ein, und die Natur organisiert sich neu. Die starke, harmonische Magnetkraft des Tao-Taizugong-Planeten lässt jedoch nicht zu, dass beispielsweise nach einem schweren Sturm oder einer Atombombenexplosion eine völlige Zerstörung des Planeten oder Auslöschung allen Lebens erfolgt. Wir wissen zwar nicht, ob das Leben auf der Erde auch nach globalen Atombombenexplosionen oder Katastrophen gigantischen Ausmaßes fortbestehen würde, aber wir hören die alten Taoisten sagen: »Schlechte Zeiten dauern nie lange an – nur einem starrsinnigen Menschen gelingt es, sein schlechtes Verhalten über mehrere Leben hinweg zu bewahren.«

Das Tao des Höchsten Naturbewusstseins

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Abb.1.1: Die Entwicklung des Großen Taiji
Alle menschlichen Handlungen werden von diesem heiligen Yin-Yang-Harmoniebewusstsein gesteuert, selbst wenn es dabei nur um menschliche Grundbedürfnisse wie Nahrung und Kleidung geht. Essen wir zu viel, dann nehmen wir zu – dies ist ein Yang-Körperzustand. Mangelt es jedoch dem Körper an Nahrung und Nährstoffen, entsteht ein Yin-Zustand. Ist es zu heiß, oder ziehen wir uns zu warm an, dann überhitzt sich der Körper, beginnt zu schwitzen und kann langsam austrocknen. Kühlend wirkende Getränke wie Melonen- oder Gurkensaft können diese Körperhitze wieder reduzieren. Sind wir andererseits im kalten Klima zu dünn angezogen, dann können Kältekrankheiten wie Erkältungen entstehen. In solchen Fällen helfen Akupunktur, warme Kräutermassagen oder heißes Ingwerwasser.
Letztendlich ist das Ideal für die Menschheit und ihre zukünftigen Generationen immer der sogenannte Mittelweg, auf dem die Harmonie von Yin und Yang erlebt und Extreme vermieden werden. Hierzu gehören auch die emotionalen Extreme des Menschen, die er in Zukunft unbedingt noch besser kontrollieren muss. Wie die Geschichte zeigt, haben Gier, Selbstsucht oder Aggressionen zahlreiche menschliche Konflikte und viel Leid entstehen lassen.

Das Gruppenbewusstsein der Lebewesen

Das ursprüngliche Bewusstseinsfeld der »zahllosen Wesen«, wie sie der Taoismus nennt, vermehrte sich immer weiter und spaltete sich in größere Gruppen auf. Je nach Klima, Landschaftsformation und Lebensbedingungen entwickelte sich bei den Lebewesen jeweils ein individuelles Gruppenenergiebewusstsein, das man auch als spezifisches Energiefeld wahrnehmen kann. Bei den für uns sichtbaren Lebewesen wie Menschen, Tieren oder Pflanzen wird deren grundlegende Lebensform von der Intelligenz ihres Höchsten Gruppenbewusstseins geschützt, um damit das Überleben der Spezies zu gewährleisten. Das Bewusstsein der Lebewesen, die sich neu entwickeln, ist weiterhin mit den ursprünglichen »unzähligen Wesen« verbunden. Auf diese Weise entsteht eine lebendige Verbindung zu den Vorfahren.
Wir nehmen diese Bewusstseinsfelder der einzelnen Gruppenspezies als »Energiewolke« oder »Cluster-Intelligenz« wahr, die sich bis in die schwerelose äußere Atmosphäre der Erde hinaus ausdehnen und dort mit dem Bewusstsein sämtlicher Spezies auf der Kollektivebene verbunden sind. So ist beispielsweise jeder einzelne Mensch über eine unsichtbare Bewusstseinsfrequenz mit der Intelligenz des Höchsten Menschenbewusstseins verknüpft, das gewährleistet, dass das grundlegende Überleben eines jeden Menschen gesichert ist.
Das ist auch der Grund, weshalb es für viele Menschen so schwierig ist zu sterben, wenn sie tödlich erkrankt sind. Lebensbedrohliche Erkrankungen sind Lektionen, die durchlebt und gelernt werden müssen, bevor ein Mensch stirbt. Ansonsten reinkarniert dieser Mensch nach dem Harmoniegesetz der Natur und dem Gesetz des Karma und muss erneut unter derselben Erkrankung leiden, bis er in der Lage ist, sich selbst zu heilen und damit nicht mehr an der gleichen Krankheit zu sterben. Moderne kranke Menschen sind jedoch häufig nicht in der Lage, die Vielschichtigkeit ihrer Krankheit zu erkennen und von ihr zu lernen und flüchten sich daher in die Sterbehilfe.

Die Entstehung der ersten Menschenseelen

Die jetzigen menschlichen Seelenenergien entstanden vor etwa sieben Millionen Jahren mit der ersten Menschengeneration auf der Erde. Nach 1,4 Millionen Jahren der Reinkarnationen und Interaktion mit den Seelen der irdischen Lebewesen wurden die Menschenseelen immer intelligenter und konnten rationale Entscheidungen treffen. Sie gingen in die unberührten Wälder und ließen sich dort in kleinen Stammesgruppen nieder. Auf diese Art und Weise entstand die menschliche Stammeskultur, wie sie noch heute besteht.

Das Bewusstsein des Lebens

In Sandwüsten kann es Trockenperioden von zehn bis zu hundert Jahren ohne nennenswertes Pflanzenleben geben. Wenn jedoch innerhalb von wenigen Wochen starke Regenfälle stattfinden, dann beginnen hier plötzlich Millionen von Pflanzen und Kleinstlebewesen ein neues Leben. Wissenschaftler sind oft überrascht, wie diese neue Lebensfülle ohne Samen und Vorlebensformen plötzlich in Erscheinung treten kann. Wir sind der Meinung, dass das »Höchste Lebensbewusstsein der Spezies« der abgestorbenen Pflanzen den neuen Pflanzen wiederum Leben schenken kann, ohne dass stoffliche Samen vorhanden sein müssen. Diese überraschende lebendige Transformation in einer ehemals trockenen und verlassenen Wüste ermöglicht neuen Pflanzen das Leben.
Die Botschaft der Natur lautet daher, dass der Planet Erde ein Planet der großen Fülle ist, sobald Wasser vorhanden ist. In wasserreichen Gegenden herrscht eine Fülle von Nahrung. Und Wasser gibt es überall – auf der Erdoberfläche und unter ihr. Beispielsweise haben Geologen im trockenen Westen Australiens einen unterirdischen See gefunden, der so groß ist wie Deutschland, Frankreich und Spanien zusammen. Solange wir nicht in Panik geraten und uns von der Angst überwältigen lassen, sind wir auch in der Lage, Wasser zu finden. So kann ein erfahrener Rutengänger unterirdische Wasserläufe orten und an diesen Stellen erfolgreich einen Brunnen bohren lassen.

Sich das Füllebewusstsein vor Augen führen

Wenn immer mehr Menschen wieder im positiven Füllebewusstsein denken, werden bald kosteneffektive Technologien weiterentwickelt werden können, die für eine umfassende Wasserversorgung der Bevölkerung sorgen. Mithilfe von ausgereiften Anlagen, die das Meerwasser effizient in brauchbares Trinkwasser umwandeln können, werden schließlich auch die Wüsten der Welt in üppig grüne Felder verwandelt werden, die günstige Lebensmittel liefern können. Denkt die Menschheit immer mehr im Füllebewusstsein, kann sie ihr selbstsüchtiges Denken verwerfen, ihre Angst vor dem Mangel beiseiteschieben und weitaus effektiver zusammenarbeiten. Es geht darum, dass wir uns erneut des ursprünglichen Füllebewusstseins der Erde bewusst werden, das die unendliche Vermehrung von Lebewesen fördert, die aus den ursprünglichen zahllosen Wesen hervorgegangen sind. Das taoistische Mantra für den Planeten Erde lautet: »Dort, wo Wasser vorhanden ist, existiert eine Fülle von Leben und Nahrung.«

Das Höchste Menschenbewusstsein

Wie können wir feststellen, dass es diese Schwingungen des Höchsten Menschenbewusstseins gibt, die uns alle miteinander verbinden?
Die taoistischen Meister, die seit Tausenden von Jahren in den hohen Bergen Chinas lebten, wussten schon immer von der Existenz komplexer Energiefelder, die Menschen, Tiere und Pflanzen umgeben. Diese Energiefelder enthalten Informationen und feinstoffliche Nährstoffe der jeweiligen Spezies, weshalb manche Taoisten auch keine feststoffliche Nahrung mehr zu sich nahmen, sondern sich nur noch von der Feuchtigkeit aus der Luft und den Biofrequenzen der Pflanzen ernährten. Sie erfreuten sich dabei bester Gesundheit.
Den ersten für das normale menschliche Auge sichtbaren Nachweis der Energiefelder, die alle Menschen oder lebenden Pflanzen umgeben, erbrachte das russische Ehepaar Semjon und Valentina Kirlian. Bei einem Experiment mit Hochfrequenzfeldern entstanden Bilder von Valentina, die von einem bunten Energiefeld umgeben war. Dieses war wiederum mit weiteren farbigen Feldern verbunden, die sich oberhalb von ihr befanden und den Energieringen ähneln, von denen auch die Erde umgeben ist.
Die harmonischsten und stärkendsten Frequenzen, die Menschen, Bäume oder Wasser umgeben können, besitzen die leuchtenden Farben des Regenbogenspektrums. Die moderne Aurafotografie nach Kirlian zeigt, dass jeder Mensch von einem eiförmigen Energiefeld umgeben ist. Auf manchen Aufnahmen kann man sehen, dass sich oberhalb des Kopfes eine ellipsenförmige »Energiekappe« befindet, die mit einem feinstofflichen Matrix-Energiefeld verbunden ist, das uns hoch im Himmel jenseits der Wolken mit den Frequenzen des Höchsten Menschenbewusstseins verbindet. Innerhalb der letzten Jahrzehnte ist die Kirlianfotografie immer weiter verbessert worden. Sie wird unter anderem für alternative Diagnosen bei Menschen, Tieren und Pflanzen eingesetzt.

Das Einstimmen in das Tao-Bewusstsein

Nach vielen Jahren der taoistischen Meditation über das Naturbewusstsein ist es uns gelungen, die Verbindung zum Höchsten Menschenbewusstsein, dem Höchsten Tierbewusstsein und dem Höchsten Pflanzenbewusstsein herzustellen und deren Eigenschaften und Emotionen lesen zu können. Bei diesen Bewusstseinsfeldern handelt es sich eigentlich um intelligente Wesenheiten, die ihre jeweilige Spezies auf der Erde lenken und schützen.
Bei unseren aktuellen Meditationen und Einstimmungen haben wir Folgendes festgestellt: Aufgrund der zahlreichen Naturkatastrophen wie Erdbeben, Stürme, Flutwellen sowie der menschengemachten Krisen wie der Finanzkrise der letzten zehn Jahre hat das Höchste Menschenbewusstsein seine Freude verloren. Die Freude des Höchsten Menschenbewusstseins lag in den Jahren 2008 und 2009 bei 40 %, während die Liebesenergie gerade einmal 38 % betrug. Ein Liebes- und Freudebewusstsein von unter 30 % könnte eine globale Selbstzerstörung bewirken, wie sie vor etwa 87 Millionen Jahren zu Zeiten der Dinosaurier oder im alten Atlantis stattgefunden hat. Natürlich könnte man durch die Verbesserung der Wirtschaftsbedingungen in verschiedenen Ländern die Vitalität und Liebe im Höchsten Menschenbewusstsein steigern. Dabei gilt, dass jeder einzelne Mensch zählt. Letztendlich kann ein einziger Mensch, dem es an Liebe und Freude mangelt, die Schwingungen des Höchsten Menschenbewusstseins und damit aller Menschen beeinträchtigen. Wir sollten uns daher unserer energetischen Selbstverantwortung noch bewusster werden. Da wir uns diese Erde als Wohnort teilen, ist es für uns alle sehr wichtig, uns gegenseitig zu unterstützen und damit für das Wohl des Planeten zu sorgen.
TAO-TIPP
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Probieren Sie selbst einmal, zu diesen größeren Bewusstseinsfeldern Kontakt aufzunehmen. Gehen Sie in einen Entspannungs- oder Meditationszustand und versuchen Sie beispielsweise, sich in die Pflanzenwelt einzustimmen. Welche Farben, Symbole oder Stimmungen nehmen Sie wahr? Wie möchten Sie darauf reagieren? Welche Inspirationen empfangen Sie? Bevor Sie den Kontakt beenden, ist es wichtig, sich bei diesem Bewusstseinsfeld zu bedanken.

Die potenziellen Abläufe sind bereits vorprogrammiert

Eigentlich haben sich alle potenziellen zukünftigen Ereignisse der Menschheit bereits ereignet. Im Höchsten Tao-Bewusstsein selbst gibt es keine Zeit, denn sie ist eine menschliche Illusion und Fantasievorstellung. Alles ist innerhalb der Bewusstseinsfelder miteinander verknüpft und vorprogrammiert. Eigentlich gleicht das den Bedienungsschritten bei einem Computer oder Mobiltelefon, die zu dem führen, was auf dem Bildschirm erscheint. Damit ähneln wir Menschen vorprogrammierten Wesen, die mehr oder weniger bewusst den Lebensabläufen folgen. Auch das Yijing (I-Ging) – Das Buch der Wandlungen – beschreibt diese gegenseitigen Bedingtheiten und Abhängigkeiten. Nur mit einem entsprechenden Bewusstsein und geistiger Schulung kann es uns gelingen, dieser komplexen karmischen Matrix zu entkommen. Momentan sind es weniger als fünf Prozent der Menschheit, die über eine besondere Willenskraft und Intelligenz verfügen, die wir hier als »Brainpower« bezeichnen, auf die in Kapitel 6 noch genauer eingegangen wird. Diese Kategorie von Menschen hat außerdem ein Seelenalter von über vier Millionen Jahren. Das bedeutet, dass etwa 95 Prozent der Menschheit starr von Programmen beherrscht werden, die auf unsere ursprünglichen menschlichen Vorfahren zurückzuführen sind.
Diese Programmierungen kann man sehr leicht bei sich selbst erkennen: Wenn Sie auf die früheren Ereignisse im Leben zurückblicken, dann können Sie feststellen, dass Ihre Lebensthemen wie z. B. Partnerschaft ein fixes Verhaltensmuster aufweisen. Andere fixe Muster können z. B. Angstmuster sein. Manche Menschen haben Angst vor Schlangen, Spinnen, Ratten, Hunden oder einer kleinen harmlosen Kakerlake. Wieder andere haben Höhenangst oder leiden unter Klaustrophobie. Warum haben wir bestimmte Ängste oder Verhaltensprobleme, die andere Menschen wiederum nicht haben? Sie sind auf diese Ängste programmiert, weil Sie in einem vergangenen Leben beispielsweise lebensbedrohliche Situationen mit bestimmten Tieren erlebt haben. Diese Ängste sind in unserem Reinkarnationsgedächtnis abgespeichert, das mithilfe von Rückführungstechniken und einer Neuprogrammierung des Gehirns geordnet und gelöscht werden kann.
Hierzu eine Geschichte über meine eigene Erfahrung:
Als Teenager kletterte ich gern auf hohe Bäume, um die Jungvögel in ihren Nestern zu beobachten. Das Klettern machte mir großen Spaß, und ich hatte keinerlei Höhenangst. Nach einem Treppensturz im Alter von 23 Jahren änderte sich diese Einstellung und ich litt 26 Jahre lang unter Höhenangst und konsultierte verschiedene Therapeuten und Psychologen in aller Welt. Ich griff sogar den Vorschlag eines Psychologen auf, den Flugschein zu machen, um meine Höhenangst zu überwinden, was aber kaum eine Wirkung hatte. Schließlich fand ich eine Therapeutin, die mit einer Reinkarnationstechnik arbeitete, bei der ich erlebte, wie ich im Grand Canyon in den USA während eines Indianerkrieges tödlich abstürzte. Es gelang mir, diese Blockadenprogrammierung aufzulösen, und am nächsten Tag stellte ich fest, dass über 90 Prozent meiner Höhenangst wie weggeblasen waren!

Wie suchen sich die Seelen ihre Eltern aus?

Nach dem Tod durchlaufen die meisten Menschenseelen noch einmal die wichtigsten Lebensereignisse. Dieser Prozess kann einige Tage bis zu einigen Wochen dauern. Auch wenn jede Seele bereits über die vollständige Erinnerung an ihr jetziges Erdenleben und an frühere Leben verfügt, besteht dennoch eine emotionale Anhaftung an Familienmitglieder, Freunde und Feinde, die mit einem Schuldgefühl verbunden ist. Aus diesem Grund werden alle Ereignisse in »Seelenzeit« nochmals durchlaufen, um diese Erinnerungen aufzufrischen. Viele Hinterbliebene, die medial veranlagt sind, sehen daher in diesem Zeitraum nach dem Tod des verstorbenen Verwandten dessen feinstofflichen Körper im Haus oder in der näheren Umgebung.
Schließlich entscheidet die Seele des Verstorbenen, was sie im nächsten Leben tun möchte. Mit den noch frischen Erinnerungen an die Taten und Erlebnisse ihres Erdenlebens reist sie dann zum Tao-Taizugong-Planeten zurück. Dort werden die Erinnerungen wie in einer Computerdatenbank verarbeitet, sortiert und in der Mastermatrix abgelegt. Nun wartet die Seele auf ihre nächste Reinkarnation, die sie sich nach der Beratung mit der geistigen Welt selbst aussucht.
Viele erleuchtetere Seelen verlassen die Erde jedoch innerhalb weniger Stunden nach dem körperlichen Tod, um zum Tao-Taizugong-Kristallplaneten zurückzukehren. Sie haben bereits zu Lebzeiten begonnen, Konflikte mit anderen zu bereinigen und ihre eigenen negativen Emotionen wie Aggression, Gier oder Selbstsucht aufzulösen. Je weniger Anhaftung an bestehende Personen oder Lebensthemen besteht, desto schneller können sie die Erde verlassen.

Wann tritt die Seele in den Körper eines Babys ein?

Unterschiedliche Kulturen und Religionen haben verschiedene Meinungen zu diesem Thema. Manche sagen, dass die Seele zum Zeitpunkt der Geburt eintritt, während andere der Meinung sind, dass der eigentliche Seeleneintritt erst im Kindesalter von sieben Jahren stattfindet. Wir sind der Meinung, dass die Seele bereits zum Zeitpunkt der Empfängnis in den Embryo eintritt, denn man kann bei einer schwangeren Frau ein kleines zusätzliches Aurafeld im unteren Bauchbereich wahrnehmen, das auch mithilfe der Kirlianfotografie gezeigt werden kann.
Eltern haben übrigens bei ihren Kindern keine Wahl. In der karmischen Matrix ist bereits festgelegt, welche Eltern und Kinder in einem bestimmten Leben aufeinandertreffen. Kinder werden in bestimmten Familien geboren, um deren gute oder schlechte Verhaltensmuster zu reaktivieren, die sie erneut erleben möchten, um sie im Laufe ihres Lebens so zu verändern, dass die Harmonie wiederhergestellt wird. Kinder, die in eine Familie hineingeboren werden, haben zumeist eine starke Verbindung zu ihren Eltern, die aus vergangenen Leben stammt. Ist bei einem Kind nur eine entfernte oder minimale Verbindung zu den Eltern vorhanden, findet häufig eine Fehlgeburt, Abtreibung oder Adoption statt. Bei Eltern, die sich in diesem Leben keine Kinder wünschen, sind dennoch Kinderseelen vorhanden, die darauf warten, bei ihnen in einem der nächsten Leben zu reinkarnieren, was vor allem dann gilt, wenn die Eltern ihr Verhalten und ihre emotionalen Reaktionen nicht verändert haben.

Auch Tiere können Menschenseelen haben

Wenn ein Mensch einen anderen Menschen schwer verletzt oder tötet, befindet er sich zu diesem Zeitpunkt in seinem Bewusstsein nicht mehr auf der Ebene der Menschen, sondern handelt in diesem Konfliktfall gemäß eines wilden animalischen Instinkts. Auf dieser Bewusstseinsebene ist er nicht mehr in der Lage, rational zu denken und richtiges vom falschen Handeln zu unterscheiden. Bei diesem Menschen besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass er im kommenden Leben als Tier inkarniert. Zumeist werden diese Menschen als Nutztiere wiedergeboren, weil sie anderen Menschen dienen sollen.
Bei unserer Tierkommunikation haben wir uns zu diesem Thema mit einigen Kühen in Neuseeland und in der Schweiz ausgetauscht. Als wir diese Tiere einmal auf der Weide beobachteten, kommentierten wir, dass es doch kein sehr glückliches Leben ist, dem Menschen zu dienen, indem man einige hundert Liter Milch am Tag gibt oder Kälbchen das Leben schenkt, die kurze Zeit später für die Menschen geschlachtet werden. Überrascht erhielten wir von den Tieren eine Rückmeldung, als wir sie neugierig fragten: »Habt Ihr Menschenseelen?« Dies wurde von den Kühen sogleich bestätigt. Die Tierkommunikation läuft übrigens ähnlich ab wie die in Kapitel 8 auf S. 232 beschriebene Pflanzenkommunikation.

Die Wiedergeburt als Tier

Traditionellerweise herrscht die Meinung, dass ein Mensch ein hoch entwickeltes Wesen ist und daher nicht mehr als »niederes« Tier wiedergeboren werden kann. Wir haben trotzdem festgestellt, dass zahlreiche Nutztiere menschliche Seelen haben. Andererseits gibt es auch viele Schlachttiere, die einer kollektiven Tierseele angehören und damit weniger emotional und intelligent als Menschen sind. Dazu gehören auch die Kälber, die nur eine kurze Lebensspanne haben, oder kleinere Tiere wie Schafe und Lämmer, wie sie beispielsweise in Neuseeland zu Millionen geschlachtet werden.
Einmal unterhielten wir uns spaßeshalber mit einem Stier auf einer Schweizer Weide, der direkt auf uns zugekommen war. Er hatte definitiv eine menschliche Seele, und wir fragten ihn, was er denn Schlimmes in der Vergangenheit angestellt hatte, um als Stier wiedergeboren zu werden. Auf diese Frage hin schnaubte und sabberte er nur in unsere Richtung und trollte sich wieder. Das nächste Mal werden wir ihn höflicher ansprechen! Andere Kühe, egal ob in Australien, Indonesien oder Amerika, gaben uns immer zur Antwort, dass sie im vergangenen Leben schwere Verbrechen begangen oder jemanden getötet hatten. Nach diesem Dienst am Menschen und einem guten Verhalten erhofften sie sich eine erneute menschliche Reinkarnation in Harmonie.
Aus unserer Sicht reinkarnieren die meisten Menschen, die ein schweres Verbrechen begangen haben, in einer Tierform, die zum damaligen Zeitpunkt ihrem Charakter und Emotionalkostüm ähnelten. Wenn jemand beispielsweise seine Gefangenen grausam unter schlimmsten Verhältnissen verhungern ließ oder sie ständig mit dem Tod bedrohte, dann könnte er als Ratte im Abwasserkanal wiedergeboren werden. Viele frühere brutale Herrscher sind sicherlich in Form solcher Tiere wiedergeboren worden.
Bei Rückführungen haben uns Menschen ebenfalls über ihre Erlebnisse aus Tierreinkarnationen berichtet. Eine diesen Dingen gegenüber skeptische Anwältin beschrieb uns, dass sie einen Mann tötete, um mit dessen Pferd ihre Reisegruppe schnell wieder einholen zu können. Schließlich wurde sie zu einer langsamen Schildkröte! Ein Geschäftsmann berichtete, dass er in einem vergangenen Leben gern Wölfe gejagt hatte und in einem nachfolgenden Leben vor 350 Jahren schließlich selbst zum sibirischen Wolf geworden war, der in ständiger Angst lebte, von den einheimischen Stämmen in einer Falle gefangen und getötet zu werden.
Auch Haustiere wie Katzen, Hunde, Pferde oder Zoo- und Zirkustiere wie Affen oder Elefanten haben meist eine Menschenseele. Und es gibt noch eine weitere Möglichkeit, warum ein Mensch als Tier geboren werden kann: Wenn er den starken Wunsch hat, ein so gutes Leben wie sein Haustier zu führen, und deshalb unbedingt ein Hund oder eine Katze werden will!

Die große Wandlungsphase

Wir leben momentan in einer Zeit, in der der Planet Erde besonders gefährdet ist. Zugleich haben wir das große Glück, uns in einer wesentlichen galaktischen Wandlungsphase zu befinden. Nach den Zeitrechnungssystemen der alten Traditionen befinden wir uns am Ende eines größeren 26.000-Jahre-Zyklus und zugleich in dessen fünftem und letztem Unterzyklus, der 5.200 Jahre andauert. In den 90er-Jahren des letzten Jahrhunderts waren diese galaktischen Veränderungen bereits sehr deutlich wahrnehmbar und haben sich seitdem immer weiter verstärkt.
Wissenschaftler, die in großer Tiefe Boden- und Eisproben entnommen haben, die uns Aufschluss über das Leben vor etwa 5.200 Jahren geben, haben festgestellt, dass der Planet Erde in größeren Zyklen zahlreiche Naturkatastrophen und Trockenperioden durchgemacht hat. Aktuell durchlaufen wir eine Phase, in der sich die Erde in ihrer Umlaufbahn näher an der Sonne vorbei bewegt, wodurch Schnee und Eis an den Polkappen und im Himalaja schneller schmelzen und vermehrt Süßwasser freigesetzt wird. Andererseits erleben wir schwere Dürrekatastrophen in Australien, Afrika, Indien, den USA und Südamerika. Bei den zukünftigen Menschheitskonflikten wird vor allem das Trinkwasser im Mittelpunkt stehen.
Man geht auch davon aus, dass unsere indianischen Vorfahren vor 5.000 Jahren den Weg von Nordamerika nach Europa in ihren Kanus und zu Fuß zurückgelegt haben. Auch in der damaligen Zeit stand die Erde der Sonne näher, was zu längeren Trockenperioden führte und es den Menschen ermöglichte, die Landbrücken zwischen den Kontinenten zu nutzen, die heutzutage wieder unter Wasser liegen. Interessanterweise sind wir auf zwei indianische Hopigräber im Schwarzwald gestoßen, die wir auf ein Alter von 4.000 bis 5.000 Jahren schätzen.

Das Yin-Yang-Symbol beschreibt die Zeit

Die alten Taoisten haben diese Veränderungen bereits vor langer Zeit vorhergesagt – in Form des Yin-Yang-Symbols, das für die Harmonie in der Heilung und Bildung steht. Wenn wir das Yin-Yang-Symbol im Querschnitt betrachten, erkennen wir, dass 2008 das Jahr war, in dem diese beiden großen galaktischen Wellen der Veränderung gekreuzt haben und sich nun weiter beschleunigen.
Die Taoisten verwenden gern das Symbol einer arabischen Acht – 8 -, die das aufgefaltete Yin-Yang-Symbol darstellt und Harmonie, Wohlstand und menschliche Ereignisse beschreibt. Eine stehende Acht versinnbildlicht das harmonische Gleichgewicht zwischen Himmel und Erde, wobei sich der Mensch in ihrer Mitte oder dem Schnittpunkt der beiden gleich großen Schlingen befindet, wo er fortwährende Harmonie, Wohlstand und Fülle genießt. Mit der liegenden ∞ kann wiederum der Aufstieg und Fall von Nationen und Gesellschaften beschrieben werden.
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Abb.1.2: Die Evolution der verschiedenen Nationen im Wassermannzeitalter
Das »M« steht für die Menschen, die aus allen Richtungen miteinander in Wechselwirkung treten und positive Ziele setzen, damit jedes Land und jede Gesellschaft erfolgreich wirken und im folgenden Jahrhundert Wohlstand und Fülle genießen kann.
Hier eine kurze Beschreibung der aktuellen Situation: Im Hinblick auf ihre Gesellschaft, ihr tugendhaftes Verhalten und den allgemeinen Wohlstand der Bürger befinden sich die USA auf dem Abstieg. Wenn die USA im Laufe der Zeit das Zentrum M erreichen, braucht die Bevölkerung neue Strategien, um sich weiter nach oben in Richtung B zu bewegen, oder das Land wird sich über einen längeren Zeitraum weiter nach unten in Richtung D bewegen. China hat sich in den letzten 500 Jahren auf dem Abstieg von A nach C befunden. Vor dreißig Jahren erklärte der chinesische Präsident Deng Xiaoping öffentlich: »Es ist großartig, reich zu sein.« Mit dieser Aussage verwandelte er das größte kommunistische Land in ein sozial-kapitalistisches Land. Das moderne China ist daher – abgesehen von der Parteienpolitik – ein kapitalistisch orientiertes Land. Es ist ein erwachter Riese, der innerhalb der nächsten hundert Jahre einen Boom erleben und die Wirtschaft und den Handel weltweit fördern wird.