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Schwefel, Tran und Trockenfisch. Wie Hamburger Kaufleute Island eroberten


Schwefel, Tran und Trockenfisch. Wie Hamburger Kaufleute Island eroberten


Originalausgabe

von: Brigitte Bjarnason, Kirsten Rühl

Fr. 7.50

Verlag: Acabus
Format: PDF
Veröffentl.: 18.09.2019
ISBN/EAN: 9783862827251
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 264

Dieses eBook enthält ein Wasserzeichen.

Beschreibungen

Dieser historische Reiseführer führt uns zu den Schauplätzen der Hanse auf Island. Dort kämpften im Spätmittelalter Hamburger Kaufleute um den begehrten isländischen Trockenfisch. Der Bogen spannt sich von der Hansezeit bis zum heutigen wirtschaftlichen und kulturellen Leben der Isländer.

Parallel verfolgen wir die abenteuerliche Geschichte des Kaufmannssohnes Henrick Rode, der gegen den Willen seines Vaters im 15. Jahrhundert mit einer Kogge von Hamburg nach Island segelt ...

Die Autorin Brigitte Bjarnason und Reiseleiterin Kirsten Rühl sind gebürtige Hamburgerinnen und leben in ihrer Wahlheimat Island. In Schwefel, Tran und Trockenfisch wecken sie mit nützlichen Reisetipps und geschichtlichen Infos unsere Neugier auf die Feuerinsel, die schon vor mehr als 500 Jahren norddeutsche Kaufleute in ihren Bann zog.
Brigitte Bjarnason (geb. 1959) wuchs in Hamburg auf. Die gelernte Einzelhandelskauffrau lebt seit 1992 mit ihrem isländischen Mann in Island. Nachdem sie mehrere Jahre an der Ost- und Südwestküste gewohnt hatte, zog sie 2017 nach Selfoss an die Südküste der Insel. 2011 erschien ihre Kurzgeschichtensammlung "Dorsche haben traurige Augen" und 2013 das Buch "Auf den Spuren von Elfen und Trollen in Island" im acabus Verlag.

Kirsten Rühl ist gelernte Fischtechnikerin und Reiseleiterin. 1984 entschied sie sich für Island als neue Wahlheimat. Heute lebt die gebürtige Hamburgerin in der charmanten Hafenstadt Hafnarfjörður, ist mit einem Wikinger verheiratet und hat zwei Söhne. In ihrem Beruf als Reiseleiterin und Autorin vereint sie ihre Leidenschaft fürs Reisen sowie ihr Interesse an Menschen und historischen Ereignissen.
Hafnarfjörður: Die isländische Hansestadt

Mit dem Slogan »Die Elfenstadt in der Lava« wirbt der Vorort südlich von Reykjavík um Touristen. Dass Hafnarfjörður während der Hansezeit eine starke Verbundenheit mit Deutschland hatte, ist fast schon in Vergessenheit geraten. Die kleine Stadt am Meer hat eben mehr zu bieten als Elfen, Lava und Wikinger. Die Einwohnerzahl ist seit dem Jahr 1908, als Hafnarfjörður das Stadtrecht erhielt, von 1.400 auf knapp 30.000 gestiegen.
Neue Wohnviertel wurden gebaut und zahlreiche Firmen, wie z. B. die isländische Fluggesellschaft Icelandair, haben sich hier niedergelassen. Die am Ortsausgang liegende Aluminiumfabrik in Straumsvík, die 2018 von dem norwegischen Konzern Norsk Hydro aufgekauft wurde, gilt mit ihren riesigen rotweiß gestreiften Silos fast schon als Wahrzeichen der Stadt.
Das Stadtzentrum von Hafnarfjörður mit seinen engen Gassen, bunten Wellblechhäusern und gemütlichen Cafés lädt ebenso zum Bummeln ein, wie die Strandpromenade und der Hafen. Lässt der Besucher seinen Blick vom Felsmassiv Hamarinn über die Stadt, die im südlichen Teil der Stadt gelegene Landzunge Hvaleyrarholt und den Fjord schweifen, wird er den Charme der Hafenstadt spüren und sich mit ein bisschen Fantasie in eine Zeit, in der die Hamburger mit ihren Koggen in den Hafen einfuhren, zurückversetzen können.

Die Wikinger kommen
Ende des 9. Jahrhunderts brach der Wikinger Flóki Vilgerðarson mit seiner Familie von Norwegen auf, um das unbekannte Land, von dem er gehört hatte, zu erkunden. Mit auf dem Schiff waren die Bauern Herjólfur und Þórólfur. Der Sage nach nahm Flóki drei Raben mit auf sein Schiff. Als er die Färöer-Inseln hinter sich gelassen hatte, ließ er den ersten Raben frei. Dieser flog in die Richtung, aus der sie gekommen waren. Die Wikinger segelten weiter und ließen den zweiten Raben frei. Dieser flog hoch in die Luft und wieder zurück auf das Schiff. Es schien, dass sie immer noch zu weit entfernt von ihrem Ziel waren. So segelten sie weiter. Dann schenkten sie dem dritten Raben die Freiheit. Er flog geradeaus vor dem Schiff, bis er in der Ferne verschwand. Nun waren sich Flóki und seine Leute sicher, dass sie auf dem richtigen Weg waren. Bald erreichten sie die Nordwestküste Islands und siedelten sich im Vatnsfjörður an. Zum Frühjahr waren die Heuvorräte aufgebraucht und das Vieh starb. Flóki stieg auf einen Berg, blickte über den mit Treibeis bedeckten Fjord und die schneebedeckten Berge und nannte das Land Island. Dann bereitete er seine Rückkehr nach Norwegen vor. Im Spätsommer brach er auf. Während der Reise über das Meer trennten sich die Wege von Flóki und Herjólfur, der zusammen mit Flóki nach Norwegen segeln wollte. Die Herbststürme zwangen Flóki, den Winter im Borgarfjörður zu verbringen. Im darauffolgenden Frühjahr machte sich Flóki wieder auf die Reise und legte in Hafnarfjörður an. Dort traf er Herjólfur wieder. Der Platz, an dem Herjólfur an Land ging, wurde Herjólfshöfn genannt. Man nimmt an, dass
es dort war, wo sich heute das Haff Hvaleyerarlón befindet. Der Sage nach entdeckte Flóki in der Nähe einen gestrandeten Wal. Von daher stammt der Name Hvaleyri (Wal = hvalur), welcher der älteste bekannte Flurname in Hafnarfjörður ist. Beide Wikinger kehrten wieder nach Norwegen zurück. Dort erhielt Flóki den Beinamen Hrafna-Flóki (Raben-Flóki). Hrafna-Flóki kehrte später wieder nach Island zurück und lebte bis zu seinem Tod im Skagafjörður.
In Hafnarfjörður tragen drei Straßen die Namen bekannter Landnehmer: Flókagata, Þórólfsgata und Herjólfsgata. Ásbjörn Össurarson, der Neffe des ersten Landnehmers Islands Ingólfur Arnasrson, ist offizieller Landnehmer von Hafnarfjörður. Er lebte auf dem Hof Skúlastaðir, der vermutlich auf der Nordseite des Fjordes gestanden hat.

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